Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Allgemeines
Historie
2001-2005
2006-2008
2009-2012
ab 2013

 

Unsere Aktivitäten zum Titelerwerb 2000/2001

  • Unterschriftensammlung

  • Plakataktion (Gestaltung und Aufhängung)

  • Logoentwurf

  • Faltblattentwurf

  • Spontantheater

  • Vorschlagsammlung Workshops zum Thema SoR-SmC
    Hier wurden Infos über das Projekt Zebra und über die Gesetze der Volksverletzung rausgesucht. Auch wurde geplant das Kinderhaus in Rühme zu besuchen und ein „Rap gegen Rechts“ wurde gemacht. Es wurden afrikanische Vereine und Gruppierungen besucht.

  • Ideensammlung Sponsoren

  • Gesamtkonferenz – Besprechung zu SoR-SmC

Unsere Aktivitäten zum Titelerhalt 2002

  • Besuch der Ausländerbehörde, Polizei, Jugendbeauftragte mit anschließender Erstellung eines Faltblattes

  • Besuch des Kunsthistorischen Museums, Ausstellung zum Thema Rassismus

  • Besuch des Friedenszentrums

  • Telefonat mit dem Deutsch-Afrikanischen Verein

  • Tombola

  • Projekt: „Deutsche unter Deutschen“

  • Auswertung von Informationsmaterial der Polizei

  • Ausstellung der Rechte für Jugendkulturen, zwischen Lifestyle, Clique und Partei

Unsere Aktivitäten zum Titelerhalt 2003/2004

    • Für Demokratie Courage zeigen (Film zum Thema)

    • Schritte gegen Tritte (Schriftliche Ausarbeitung)

    • Verstecktes Theater (Film zum Thema)

    • Verstecktes Theater
      Es werden Szenen in der Stadt gedreht um eine Reaktion zu provozieren.

      Schüler spielen rassistische und gewalttätige Handlungen, die häufig auch auf Straßen zu beobachten sind, nach. Sie berichten über die Reaktionen der Passanten. Dieses Projekt hat hauptsächlich in der Innenstadt stattgefunden.

    • Schule behindertenfreundlich gestalten (Film zum Thema)

    • Planung der Schulfete für Camiri (Präsentation an Stellwänden)

    • Spurensuche Zivilcourage

    • Musikgruppe: Konzert gegen Rassismus, Songs gegen Rechts

    • Tanzgruppe
      Bei diesem Projekt wurde eine anspruchsvolle Choreographie einstudiert, die provokant Gewalt und Rassismus darstellt und zeigen soll, dass es sich ohne dieses viel einfacher leben lässt.

    • Bildnerisches Gestalten

    • Gestaltung des Außengeländes

    • Videogruppe 1 (Film über das Projekt)

    • Videogruppe 2 (Film über das Projekt)

    • Videogruppe 3 (Film über das Projekt)

    • Liedsammlung

    • An Wunder glauben

    • Dokumentation: Gewalt an Schulen

    • Kooperative Abenteuerspiele

    • Jugendgruppen heute (Film zum Thema)

    • Freundschaftsbänder1 – interkulturelle

    • Freundschaftsbänder2 – Traumfänger

    • Salzteigfiguren

    • Weihnachten und Courage

    • Freundschaftsbänder

    • Bildergeschichten und Hörspiele

    • Fotoausstellung

    • Verstecktes Theater

    • Wie behindertenfreundlich ist Braunschweig (Dokumentation)
      Bei diesem Projekt wurden viele verschiedene Befragungen in unterschiedlichen Einrichtungen gemacht. Außerdem wurden Artikel und andere Dokumente zum Thema gesammelt und zu einer Präsentation verarbeitet.

      Um das ganze aber auch aus der anderen Sicht sehen zu können, wurden Menschen mit Behinderungen befragt. Die Projektgruppe hat unter anderem auch die Hans-Würtz-Schule besucht.

    • Dokumentationsgruppe

    • Spurensuche zum Thema Rassismus

    • Fotogeschichte schwarz-weiß

    • Theaterstück für Kinder

    • Planung der Cafeteria

    • Bürgerbefragung zum Thema Rassismus

    • Rotation

Unsere Aktivitäten zum Titelerhalt 2005

  • Besuch des Jüdischen Museums Berlin zum Thema „Jüdisches Leben in Deutschland“ + „Überleben im NS-Regime“
    Die Klasse SU III (Berufsfachschule Sozialassistent/-in Schwerpunkt Sozialpädagogik) besuchte am 11. Mai 2005 das Jüdische Museum Berlins zum Thema „Jüdisches Leben in Deutschland“. Auch die Klassen beiden Oberstufen dieses Bildungsganges (Klassen SO I + SO II) unternahmen eine Fahrt nach Berlin mit einer Führung durch das Jüdische Museum Berlins zum Thema „Überleben im NS-Regime“ am 03. Juni 2005.

  • Erarbeitung eines Vortrages und einer Führung mit anschließender Nachbesprechung - „Einsatz ausländischer/unfreier Arbeitskräfte in der Region BS/WOB“

  • „Nationalsozialismus am Beispiel „VW-Führung“ durch die Erinnerungsstätte/VW-Werk“

  • Videofilm mit anschließender Diskussion - „Kriegskinder/Jüdische Kinder im 3. Reich“
    Die Klasse SU VI (Berufsfachschule Sozialassistent/-in Schwerpunkt Sozialpädagogik) erarbeitete an einem Videofilm eine Diskussion. Der Videofilm einer BBC-Reihe zeigt das Schicksal von Kriegskindern/Jüdischen Kindern im 3. Reich. Vertreibung, Verfolgung, Diskriminierung und Rassismus werden in bewegenden Aufnahmen dargestellt. In einer anschließenden Diskussion folgte die „Aufarbeitung“. Es wurden Bezüge zu heutigen „Krisengebieten“ / heutiger Vertreibung, Verfolgung und Diskriminierung von Kindern hergestellt.

  • Bearbeitung verschiedener Themen wie „Vorurteile/Befragungen“, „Faustlos“ – Gewaltprävention, etc.

  • Einführung Projekt „Faustlos“, Besuch Erinnerungsstätte Autostadt WOB

  • Aktionstag zum Thema „Schule ohne Rassismus“ – Besuch einer Mitmach-Ausstellung für Kinder & Jugendliche über Menschenkinder und ihre Rechte (in WF)

  • Exkursion zur Erinnerungsstätte an Zwangsarbeiter der VW-WOB

  • Erarbeitung der Themen „Schritte gegen Tritte“, Mediation, Rechtsextremismus

  • Gestaltung und Durchführung eines interkulturellen Festes

Aktionstag zum Thema „Schule ohne Rassismus“ – Besuch einer Mitmach-Ausstellung für Kinder & Jugendliche über Menschenkinder und ihre Rechte (in WF)

 

Aktionstag 30.05.2005 der Klasse SO VI (Berufsfachschule Sozialassistent/-in Schwerpunkt Sozialpädagogik) zum Thema „Schule ohne Rassismus“

  • Um welche Aktion hat es sich gehandelt?

Es handelte sich um eine Mitmach-Ausstellung für Kinder & Jugendliche über Menschenkinder und ihre Rechte (im AHA-Erlebnis Kindermuseum in Wolfenbüttel)

  • Was haben wir im Einzelnen gesehen?

Fernseh- und Radiostation, Dunkeltunnel, Baustelle, Planerbüro, Müllhalde, Edelsteingrube, Teppichweberei

 

  • Um welche Rechte der Kinder hat es sich gehandelt?

Es handelte sich um folgende Rechte:

Das Recht auf Leben, auf Bildung, auf Freizeit, auf Geborgenheit und Schutz, auf eine saubere Umwelt, auf Frieden, auf Freundschaft und Familie, auf Hilfe, auf Information, auf eine gesicherte Zukunft, auf Meinungsäußerung, auf Briefgeheimnis, auf genügend Nahrung und Wasser, auf ein Zuhause und darauf, einzigartig zu sein.

  • Was hat uns angesprochen?

Der Inhalt wurde so aufbereitet, dass wir ganzheitlich lernen konnten. All unsere Sinne wurden angesprochen:

Sehen

Filme/Computer/Bilder

Hören

Entspannungsmusik

Fühlen

Mit den verschiedensten Materialien basteln, Edelsteine suchen

Riechen

Den Staub in der Edelsteinhöhle

Außerdem handelte das Kindermuseum nach dem Prinzip der Aktivität, welches das Lernen mit allen Sinnen beinhaltet.

  • Welchen Stellenwert hat diese Aktion für die Schule?

Uns hat besonders das Bergwerk angesprochen, da man hier unter relativ realen Bedingungen (Kopf-Lampe) selber tätig werden konnte. Es wurde verdeutlicht, wie hart Kinder in der 3. Welt für ihre Nahrung, Kleidung, etc. arbeiten mussten. (Eintausch von Edelsteinen im 3. Welt-Laden)

Nina: „Mir hat der Kreativbereich am besten gefallen.“

Moritz: „Ich fand die Edelsteingrube am tollsten!“

Jennifer: „Die Informationsgelegenheiten.“

Nina: „Der Entspannungsbereich mit Köpfhörern und Musik.“

Bianca: „Mich hat das Nähen & Weben am meisten angesprochen.“

  • Welchen Stellenwert hat diese Aktion für die Schule ohne Rassismus?

„Die Aktion hat einen besonderen Stellenwert, da sie verdeutlicht, dass „wohlhabendere“ Länder und Menschen nicht die Augen vor dem Elend verschließen, sondern helfen, sowohl finanziell als auch auf menschlicher Basis. Andersartige akzeptieren und unterstützen.“

„Sie hat einen hohen Stellenwert für die Schule ohne Rassismus, da multikulturelle Erziehung in der Kindheit beginnt. Ebenfalls gibt die Ausstellung Anreize für die Umsetzung der multikulturellen Erziehung im eigenen Erziehungsverhalten.“

 

Gestaltung und Durchführung eines interkulturellen Festes

Erfahrungsbericht 2005 der Klasse SU II (Berufsfachschule Sozialassistent/-in Schwerpunkt Sozialpädagogik) zu ihrer Aktion zum Thema „Schule ohne Rassismus“

„Am Mittwoch, den 29. Juni 2005 feierten wir in unserer Klasse ein interkulturelles Fest zum Thema „Schule ohne Rassismus“.

Es wurde gut gespeist und man tauschte sich über die unterschiedlichen Kulturen, die in der Klasse vertreten sind, aus. Dies sind die Kulturen aus Kasachstan, der Türkei, aus Russland und aus Kurdistan. Die Schülerinnen brachten für ihr Heimatland typische Spezialitäten mit. Das waren z. B. frittierte Teigbällchen, die in Kasachstan zu Salat und Suppe gegessen werden. Diese „Bällchen“ heißen auf kasachisch „Barusaki“.

Türkische Mitschülerinnen und kurdische Mitschülerin brachten „Cortscha“ mit. Das sind mit Schafskäse gefüllte Brötchen. Auch gab es gefüllte Weinblätter mit Reis sowie Kartoffelsalat und Kuchen.

Wir schoben die Tische zu einer langen Tafel zusammen und bedienten uns am Buffet. Dann konnte die Gesprächsrunde beginnen, in der es viel über die anderen Kulturen zu erfahren gab. Jeder sollte sich im Vorfeld zwei Fragen zu den anderen Kulturen überlegt haben, die ihn persönlich interessieren.

Los ging es mit Kasachstan und der Frage, ob sich Kindergärten in Kasachstan stark von den deutschen Einrichtungen unterscheiden. Wir erfuhren, dass die kasachischen Kindergartenkonzepte den deutschen ähneln bis auf den Punkt, dass es fast in allen kasachischen Kindergärten eine heterogene Gruppenzusammensetzung gibt. Später zeigte uns unsere Mitschülerin Fotos aus ihrer Heimat und berichtete über die Geschichte, Politik, Sprache, sowie Währung und Religion ihres Landes.
Als nächstes kommen wir zur Türkei. Hier drehte sich erst einmal alles um das Kopftuch und seine Bedeutung. In der Türkei gibt es keine vorgeschriebene Kopftuchpflicht. Es liegt in dem Ermessen des Einzelnen, ob er auf Grund seines Glaubens ein Kopftuch tragen möchte oder nicht. Allerdings berichteten unsere türkischen Mitschülerinnen auch, dass es auf dem Lande strenger zugeht als in der Stadt und dass viele Frauen sich dem Willen des Mannes fügen müssen. Es wurden Kopftücher mitgebracht und ausführlich wurden verschiedene Techniken erklärt, wie man ein Kopftuch tragen kann und wie man es richtig umbindet. Jeder, der wollte, konnte von den Mitschülern islamischen Glaubens ein Kopftuch umgebunden bekommen, was für viele eine völlig neue Erfahrung war.

Weitere Themen waren:

  • die Schule in der Türkei

  • Beschneidung der Männer

  • Konflikt zwischen Kurden und Türken

Ich denke, dass wir alle viel Neues über die Kulturen unserer Mitschülerinnen gelernt haben und einen abwechselungsreichen Vormittag durchleben durften.“