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Bildungsgänge: Berufliches Gymasium Gesundheit und Soziales

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Kursfahrt des Beruflichen Gymnasiums

Gesundheit und Soziales

Amsterdam Retrospektiven

Drugs and drugs, kaum rock´n roll, so das aus der Ferne landläufig verzerrte Bild der sympathischen Metropole an der Amstel. Bei näherer Ansicht überzeugt Amsterdam mit seiner kulturellen Vielfalt, der ganz eigenen, sehr typischen historischen Innenstadtarchitektur, seiner gleichzeitig beeindruckend mutigen Moderne, der überall zu spürenden Weltoffenheit und Gelassenheit. Da gerät das Quartier um das Haschischmuseum, in dem jeder zweite Laden touristischen Sehnsüchten unzählige Cannabisprodukte offeriert, bald schon in den Hintergrund, wenn eine vergnügliche Grachtenfahrt die Schönheit und Skurrilitäten dieser Stadt mal aus einer anderen Warte offenbart. Oder auf dem Museumsplein gleich mehrere international renommierte Museen nachhaltig wirkende Eindrücke in unterschiedliche Kunstepochen ermöglichen. So das Moco-Museum mit einer Ausstellung zu Pop- und Street-Art (größere Schüler*innen-Gruppe) oder das Van-Gogh-Museum mit seiner umfänglichen Sammlung dieses stilbildenden Impressionisten (kleine Schüler*innen-Gruppe).

Und vom Rotlichtviertel wollen wir gar nicht wissen, wer was wissen wollte. Allerdings wissen wir, dass einige Schüler*innen vom A´dam look-out einen Blick über Amsterdam gewagt haben und dabei in gut hundert Meter Höhe über den Rand des Gebäudes schaukelnd die Beine haben baumeln lassen. Oder die Johann-Cruyff-Arena besucht haben. Oder durch die interessanten Außenbezirke wie De Pijp oder den Westerpark geschlendert sind. Oder sich zwischen Prinsen-, Keizers-, Herengracht nicht nur von den interessanten Auslagen in den Geschäften und Ständen haben inspirieren lassen, sondern einfach von der Atmosphäre, die Amsterdam auszustrahlen versteht.

Und sauber ist die Stadt, dass mensch denkt, wie machen die das bloß. Und Autos sind so gut wie keine zu sehen, nur auf den Autobahnen, die Amsterdam mit dem Rest der Welt verbinden. Dafür Fahrräder. Von überallher überraschen sie den unbedarften Touristen, in Schwärmen und mit einem Tempo, das dem Training seit Kindheitsbeinen geschuldet sein muss, denn niemand in Amsterdam fährt langsam Fahrrad. Niemand. So hilft manchmal nur ein erschreckter Sprung zur Seite oder Augen zu und hoffen, dass es gut geht.

Und es regnet in Amsterdam, dann und wann, auch häufiger, eigentlich ständig. Diesmal ausgerechnet an dem Tag, als eine zweistündige Fahrradtour auf dem Plan stand, die, schon tropfnass begonnen, trotzdem in guter Stimmung absolviert wurde. Danach aber schnell ins Trockene.

Fußläufig vom Hauptbahnhof zu erreichen, an der Prinsengracht befindet sich das Anne-Frank-Haus, jedem zu empfehlen, der die Bereitschaft besitzt, sich mit den Taten auseinanderzusetzen, mit denen das nationalsozialistische Deutschland auch in den Niederlanden verheerende Spuren seiner Unmenschlichkeit hinterlassen hat.

Gut fünf Tage dauerte die Kursfahrt der BGym 17.2, 17.3 und 17.4 nach Amsterdam. Hat eine Menge Eindrücke vermittelt, war von einer insgesamt guten Stimmung getragen und begleitet von einem Busfahrer der Extraklasse, führte noch nach Den Haag, der Hauptstadt der Niederlande, wenn auch bei Regen, ging auch noch mal ans Meer, in Zandvoort, Kitesurfern bei ihrem wagemutigen Treiben zusehen, Wellenrauschen lauschen - und frische Brise einatmen.

Als Fazit:

Frühstück? Unterschiedlich. Auf der einen Seite reichhaltiges, gut bestücktes Büfett, an dem mensch sich mehr als satt essen konnte. Im anderen Hotel minimalistische Performance auf spärlichem Toast. Kein zweiter Aufstrich neben günstiger Marmelade.

Unterschiedlich auch die Hotels und Wege in die Stadt (einerseits direkte Nähe zur Metrostation, Minutensache, andererseits Fußweg- Warten - Tram-Fußweg- Warten - Tram, echte Unternehmung).

Aber Unterschiede bereichern ja das Leben und die Welt, und so ist es gut, die Erfahrung mitzunehmen, wie Vielfalt miteinander funktionieren kann (siehe Fotos).

Text und Fotos: Bernd Gimborn